Tot- und Schwergeburten bereiten den Milchviehhaltern Probleme.

Neben dem Verlust des Kalbes erhöhen sie das Erkrankungsrisiko und die Abgangswahrscheinlichkeit für die Kuh. So kommt es zu Leistungsminderungen und in jedem Fall zu wirtschaftlichen Einbußen. In welcher Weise das Geburtsgewicht, die Tragezeit und die vorangegangene Zwischenkalbezeit die Tot- und Schwergeburtenrate beeinflussen, wird an einem Material aus dem Brandenburger RBB-Testherdenprogramm im Folgenden erörtert.

Die Geburt eines Kalbes ist der Beginn jeglicher Milchproduktion. Der problemlose Verlauf gibt nicht nur dem Kalb gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung, sondern beeinflusst auch den Einstieg der Kuh in die Milchproduktion und ihren weiteren Verbleib. Im Jahr 2010 wurden im Mittel aller Brandenburger Zuchtbetriebe 6,0 % Totgeburten bei Kuhkalbungen und 11,7 % bei Färsenkalbungen ausgewiesen (SIMON, 2010).

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